Sagunt

In Sagunt parken wir auf der Av Pianista Mario Monreal. Ein bisschen chaotisch laufen wir kreuz und quer durch die Stadt und schließlich hinauf zur Burg. Kurzvor der Burg drehen wir aber ab. Es ist heute noch heißer, als an den vorherigen Tagen. Das ist aber nicht der einzige Grund: Es ist schmutzig! Ich habe noch nie so viele Hundehinterlassenschaften gesehen wie in dieser Stadt. Man muss wirklich bei jedem Schritt aufpassen, wohin man tritt. Wir machen uns auf den Rückweg und passieren dabei den zentralen Platz, der ganz nett ist. Aber alles in allem hat es uns nicht gefallen.

 

 

Valencia

Um Valencia in Ruhe besichtigen zu können haben wir einen Campingplatz außerhalb ausgesucht, der einen guten Metroanschluss hat.

Die Dame an der Rezeption ist supernett und erklärt unermüdlich jedem Camper die Bahnverbindung nach Valencia. Wir können hier auch gleich das Bahnticket kaufen und erhalten eine Plastikkarte mit Chip. Außerdem gibt es gratis einen Stadtplan.

Es ist erst Mittag, also lohnt sich die Fahrt in die Stadt noch.

 

An der Metrostation steht ein Automat für die Fahrkarten. Dicke Pfeile weisen darauf hin, dass die Karte hier aufgelegt werden muss, also lege ich die Karte auf. Es piept. War es das jetzt?  Die wenigen Gelegenheiten, bei denen wir öffentliche Verkehrsmittel benutzen, stellen uns immer wieder vor Rätsel. Die Beschreibung am Automaten ist leider nur in Spanisch und dafür ist mein Spanisch nun doch zu dürftig.

 

Wir steigen in Valencia aus und ich frage nach dem Weg ins Zentrum. Das ist schnell gefunden. Der hübsche Bahnhof Estación del Norte fällt gleich ins Auge. Bj. 1917.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch von innen ist er nett anzusehen.

 

 

Gleich nebenan befindet sich die Stierkampfarena Plaza de Toros, Bj. 1860.

Valencia gefällt uns gut mit den vielen interessanten Fassaden. Selbst die Bürgersteige sind hier einen Blick wert - sie sind aus Marmor! (Was die Menschen leider nicht daran hindert, ihre Kaugummis darauf zu spucken.)

Am Plaza del Ayuntamiento steht - wie der Name es schon sagt - das Rathaus.

Wir suchen uns ein Straßencafe, um eine Pause einzulegen und beobachten müßig das Geschehen um uns herum. In dem Gebäude nebenan öffnet sich ein "Garagentor". Es ist jedoch keine Garage, sondern ein Aufzug für Fahrzeuge. Vermutlich befindet sich eine Tiefgarage unter dem Haus. So spart man den Platz für die Zufahrt.

Wir suchen uns eine Busverbindung zur Ciudad de las Artes y de las Ciencias, der Stadt der Künste und Wissenschaften. Sie besteht aus einem Gebäudekomplex, der von 1998 - 2009 mitten in einem Park erbaut wurde.

Eintrittsgeld muss man an jedem Gebäude einzeln bezahlen, oder aber Kombitickets kaufen. Wir haben folgende Auswahl:

L'Hemisfèric - ein IMAX-3D-Kino - interessant, aber 3D-Kinos kennen wir bereits.

Museu de les Ciencies - ein interaktives Wissenschaftsmuseum - es richtet sich aber mehr an Kinder.

Palau de les Arts Reina Sofia - ein extravagantes Opernhaus - ach nee, muss nicht sein. :-)

L'Oceanogràfic - das größte Aquarium Europas - hierauf fällt unsere Entscheidung.

Es ist bereits 17,10 Uhr, als wir den Eingang erreichen. Die Kasse hat geschlossen. Letzter Einlass 17,00 Uhr. Das Aquarium schließt um 18,00 Uhr. Also heute nicht mehr.

Wir fahren mit dem Bus bis zum Bahnhof zurück. Von dort nehmen wir die Metro und steigen nach einer Station noch einmal in "unsere" Metro um. Am Bahnhof muss man die Fahrkarte ebenfalls an einen Punkt halten und es öffnet sich eine Tür. Und wie funktioniert das mit 2 Personen und nur einer Karte? Wir schlüpfen beide durch die Tür.

Eine ältere Dame setzt sich neben uns auf die Bank, wo wir auf die Bahn warten, und spricht uns an. Dass wir sie nicht verstehen spielt keine Rolle. Gutgelaunt mischt sich ein junger Spanier ein, der zwar kein Deutsch und kein Englisch spricht, aber das Gesagte langsam auf Spanisch wiederholt, so dass es wenigstens ein bisschen verständlich ist. Die Dame hat Freunde in Düsseldorf wohnen und ihr Mann ist immer nach Deutschland gefahren. Ob nun als Fernfahrer oder Tourist bleibt mir allerdings verborgen.

Die Spanier sind überhaupt ein sehr kommunikatives, freundliches und aufgeschlossenes Volk!

 

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