Tag 25 - 24.07.2013

Seyðisfjörður

Am frühen Morgen werden wir von einer Schiffssirene geweckt. Wir fahren erst einmal beide hoch. Haben wir uns um einen Tag vertan? Reinhard schaut aus dem Fenster. Alle anderen stehen auch noch hier, also kann das nicht unser Schiff sein.

Wir bleiben etwas länger liegen, da wir den ganzen Tag Zeit haben, nichts zu tun.

Nach dem Frühstück lichtet sich der Nebel und es präsentiert sich wieder ein strahlend blauer Himmel.

Im Hafen liegt die MS Veendam, ein Kreuzfahrtschiff der Holland-America-Line. Es fasst ca. 1400 Passagiere, die gerade den Ort "überfluten". Die älteren Herrschaften grüßen alle ausgesprochen freundlich. Eine Dame spreche ich an und frage, woher sie (bzw. das Schiff) kommt. Der Heimathafen und auch der Wohnsitz der Dame ist Boston. Sie sind über Grönland hierher gekommen und es geht weiter zu den Färöer-Inseln und dann nach Amsterdam. Sie fragt mich, woher wir kommen. Als ich ihr sage, dass wir aus Deutschland kommen, meint sie: Dann können wir auch Deutsch sprechen. Jetzt bin ich überrascht. Von 1.400 Passagieren spreche ich ausgerechnet die wahrscheinlich einzige an, die Deutsch spricht. Es stellt sich heraus, dass unsere beiden Omas in Hannover gelebt haben.

Wir kraxeln einen Hang hinauf und gelangen an einen Wasserfall. Von hier hat man einen schönen Ausblick.

Als nächstes wollen wir ins Technik-Museum. Zu sehen gibt es einen Film, wie das Leben früher hier war. Ausserdem einige Druckmaschinen und einen alten Filmprojektor.

Das Museum ist in einer ehemaligen Schmide untergebracht und auch hiervon sind einige Teile ausgestellt.

Auch wenn wir uns Zeit lassen, sind wir schnell durch, denn das Museum ist nicht groß.

Zurück am Wohnmobil genießen wir in der Sonne einen Kaffee und ein paar Plätzchen. Danach wird der Wagen ausgefegt, der Wassertank noch ein wenig aufgefüllt und die Toilette geleert. Irgendwie müssen wir den Tag ja umkriegen:-)

Wir brechen auf zum 2. Stadtrundgang. Im Hafen erfahren wir, dass der Check-in bereits um 8.00 Uhr stattfindet, obwohl die Fähre erst um 11.30 Uhr ablegt. Das heißt, früh aufstehen, um dann 3 1/2 Stunden im Hafen herum zu stehen.

Ein Wagen auf dem Campingplatz ist uns besonders aufgefallen, da er auf dem letzten Campingplatz auch gestanden hat. Ich spreche die beiden Besitzer an. Es sind Inger und Kjell aus Norwegen. Sie besitzen einen Wagen aus deutschen Armeebeständen.

Inzwischen platz der Campingplatz aus allen Nähten. Unsere Nachbarn rechts und links stehen auf Tuchfühlung und vor uns steht auch ein Wagen. Als dann noch ein Schwede seinen Wagen hinter uns parkt, protestiere ich. Ein Weg sollte schon offen bleiben.

Die am Campingplatz angrenzende kleine Wiese wurde bereits auch umfunktioniert. Dort haben einige ihre Zelte aufgeschlagen.

Die Wohnmobilfahrer hätten auch noch die Möglichkeit, sich auf einen nur ein paar Meter hinter dem Campingplatz befindlichen Wohnmobil-Stellplatz zu stellen. Wahrscheinlich haben sie ihn nicht gesehen. Wir haben ihn beim Spaziergang entdeckt.

(Wer den Stellplatz sucht: An der Einfahrt zum Campingplatz vorbei fahren. Ein Stückchen weiter auf der linken Straßenseite ist der Stellplatz).

Wohnmobil-Stellplatz in Seyðisfjörður