Tag 14 - 13.07.2013

Reykjavik


Tag14 auf einer größeren Karte anzeigen

13 km

Für heute hätte ich mir etwas besseres Wetter gewünscht. Es regnet! Wir beschließen, uns in Reykjavik zuerst das Shoppingcenter Kringlan anzusehen. Da ist es wenigstens trocken!

Im Reiseführer habe ich gelesen, dass es dort ein Parkhaus gibt, in das sogar Wohnmobile passen. Na, dass unseres mit 3,30m Höhe da reinpasst, glaube ich kaum. Aber wir fahren es an und tatsächlich, ein Schild weist darauf hin, dass wir ohne Probleme dort parken können. Und das sogar kostenfrei!

Es ist 10,00 Uhr und Kringlan öffnet in diesem Moment.

Kringlan Shopping-Center

Nachdem wir 1 1/2 Stunden hier verbracht haben - und das, ohne etwas zu kaufen - machen wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Dieser ist um die Uhrzeit noch nicht sehr voll. Jetzt gibt es erst einmal Kaffee. Außerdem beschreibe ich die Postkarten. Wenn ich sie nicht bald abschicke, sind wir vor ihnen zu Hause.

 

Es regnet immer noch, was die Isländer aber nicht davon abhält, sich im benachbarten Freibad zu tummeln. Und dies bei schätzungsweise 10°C.

Wir wollen heute trotz Regen in die City und ich erkundige mich an der Rezeption nach dem Bus. Glück gehabt, der hält nur ein kleines Stück vom Campingplatz entfernt. Bewaffnet mit Stadt- und Busplan machen wir uns auf den Weg.

 

Bei der Busfahrt muss ich mich an den Vordersitz klammern, da ich sonst von meinem Sitz gerutscht wäre. Der Busfahrer fährt wie eine ....!

 

Wir steigen im Norden des Tjörnin (ein kleiner Teich in der Stadt) aus.


Reykjavik auf einer größeren Karte anzeigen

Gleich an der Bushaltestelle steht die Menntaskólinn í Reykjavík, das älteste Gymnasium auf Island. Gegründet wurde sie bereits im Jahr 1056.

Menntaskólinn í Reykjavík

Wir überqueren die Straße und stehen nach ein paar Schritten vor der Domkirche Dómkirkja. Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Gleich daneben steht das Parlamentsgebäude (Alþingi). Es wurde 1881 errichtet. 

Der nächste Weg führt zum Tjörnin. Bei schönem Wetter würde der Ausblick sicherlich netter wirken. Von hier ist gut die Freikirche (Fríkirkja), erbaut 1901, zu sehen.

Direkt am Tjörnin steht das neue Rathaus, welches 1992 eingeweiht wurde. Das Erdgeschoss ist für Besucher geöffnet. Innen sind fuß- und mundgemalte Bilder ausgestellt. Außerdem gibt es eine riesige Islandkarte.

Vorbei an dem ältesten Haus Islands (ca. 230 Jahre alt) gehen wir hinunter zum Hafen. Dort steht ein imposantes Haus, über das wir jedoch keine Informationen haben. Später erfahren wir, dass es sich um die Konzerthalle Harpa, erbaut 2011, handelt.

Im Hafen stehen Schilder, auf denen die vor Island untergegangenen und gestrandeten Schiffe vermerkt sind. Obwohl es im Laufe der Jahrzehnte immer weniger wurden, sind es auch heute noch erschreckend viele.

Gegenüber des Hafens steht eine Halle, in der alles kunterbunt durcheinander angeboten wird. Alte Kleidung, gebrauchtes Spielzeug, neue Kleidung, Lebensmittel usw.

Nachdem wir uns dort umgesehen haben gehen wir Richtung Hallgrímskirkja. (Erbaut 1945 - 1986) Zwischendurch suchen wir immer mal wieder Geschäfte auf, um eine Weile dem Regen zu entkommen.

Interessant sind auch die Häuser, die zunächst wie hübsche Holzhäuser aussehen. Wenn man davor steht, sieht man jedoch, dass es sich keineswegs um Holz, sondern um Wellblech handelt. Ich wusste gar nicht, dass Wellblech auch ansprechend aussehen kann. Anscheinend ist dies der beste Wetterschutz, da wir immer wieder solcherart verkleidete Häuser sehen.

 

Wir schlendern zurück zur Bushaltestelle. Im Bus suchen wir uns diesmal einen Platz mit Armlehnen. So kann ich wenigstens nicht vom Sitz rutschen.

Bevor wir die Haltestelle am Campingplatz erreichen, drücke ich den Knopf zum Halten. Das Lämpchen geht auch an, aber der Busfahrer telefoniert gerade und verpennt die Haltestelle. So müssen wir eine Haltestelle weiterfahren.

Tag 15 - 14.07.2013

Reykjavik - Perlan

Bevor wir Reykjavik verlassen, möchten wir noch zum Perlan fahren. Das etwas futuristisch anmutende Gebäude ist der Heißwasserspeicher der Stadt. Es wird über Pipelines aus einem Erdwärmekraftwerk angeliefert. Da das Gebäude auf einem Hügel liegt, hat man eine gute Aussicht auf Rykjavik.