Tag 19 - 18.07.2013

Húsavík / Goðafoss / Ásbyrgi


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160 km

Wir verlassen diese hübsche Stadt, deren Ampeln das Rot in Herzform angezeigt. Über die Ringstraße 1 fahren wir ca. 50km und zweigen dann auf die 842 ab. Hier befindet sich der Goðafoss. (Götterwasserfall). Um ihm nahe zu kommen muss man allerdings erst einmal über Steine, die im Wasser liegen balancieren.

Zurück auf der Ringstraße fahren wir ein kurzes Stück und biegen in die 845 ab. (später wechselt sie in 85). Sie führt uns nach Húsavík. Die Parkplatzsuche gestaltet sich etwas schwierig. Am Hafen ist alles besetzt und auf dem Supermarktparkplatz stehen Verbotsschilder. (Kann ich auch verstehen). In einer Seitenstraße werden wir doch noch fündig. Inzwischen ist es kurz vor 12,00 Uhr. Wir gehen zurück zur Hauptstraße, in der ein "Whale Watching-Anbieter" neben dem anderen ist. Wir entscheiden uns für northsailing und haben Glück. Es sind noch exakt 2 Plätze für die Tour um 12,00 Uhr frei, die wir nehmen. Die Preise sind in Euro angegeben. Pro Person kostet die Fahrt 58,-€.

Im Hafen warten wir auf das Schiff, das sich um ein paar Minuten verspätet.

Die Leute, die jetzt mit dem Schiff ankommen haben alle ein Pokerface. Wir wissen also nicht, ob sie Wale gesehen haben.

Wir "entern" das Schiff und suchen uns alle einen Platz. Eine junge Frau stellt sich vor. Sie wird uns während der Tour (hoffentlich) auf Wale aufmerksam machen. Und zwar in "Flieger-Manier": Wale auf 3 Uhr. Die Unterweisung ist in Englisch, aber die junge Frau ist aus Deutschland, wir können also auch Deutsch mit ihr reden.

Zunächst genießen wir die Fahrt. Das Wetter wird immer besser und das Panorama ist sehenswert.

Wir sehen Papageientaucher und sogar eine Robbe.

Und dann sind sie da! Wir bekommen kleine Schweinswale, mehrere Zwergwale und einen Buckelwal zu sehen.

 

Es ist gar nicht so leicht, die Wale zu fotografieren, da sie immer sehr schnell wieder abtauchen.

 

Auf der Rückfahrt der 3-stündigen Tour werden wir mit Kakao und Kuchen verwöhnt. Im Hafen warten bereits die nächsten Passagiere. Natürlich haben wir auch alle unser "Pokerface" aufgesetzt. :-)

Wir fahren über die 85 weiter, zunächst in nördliche Richtung. Unterwegs sehen wir in einer Bucht vom Wohnmobil aus nochmals einen großen Wal.

In Ásbyrgi fahren wir auf den Campingplatz und melden uns im Visitor-Center an. Ich erstehe auch gleich eine preiswerte Wanderkarte, in der jede Menge "Hiking Trails" eingezeichnet und beschrieben sind.

Über die Routen können Sie sich hier informieren.

Wir suchen uns aud der Karte 2 Wege aus, die in einem zu erledigen sind. Für den Hinweg zum Ende der Schlucht wählen wir die Route A4, für den Rückweg A3. Die Strecken sind mit 4km und 3,5km angegeben. Genau das Richtige für einen späten Spaziergang. Die eine Route ist mit "leicht" angegeben, die andere mit "mittel". Aber es ist alles eben und nicht anstrengend.

Der Hinweg führt uns zunächst über einen sehr schmalen Pfad immer an der Lavawand entlang.

 

Moment mal - das sind ja alles Blaubeer-Büsche! Jedoch ohne Blaubeeren. Nur ganz selten entdecken wir an einem Busch kleine, noch grüne Blaubeeren.

 

 

Ich muss mich immer wieder wundern, wie die Natur es schafft, sich Terrain zu erobern.

 

Wir erreichen das Ende der Lavawand und eine Weile später einen Parkplatz. Von hier führt ein Weg zu einem kleinen Teich. Das Stückchen gehen wir nun auch noch und machen dort eine kurze Pause.

Wer sich die nächsten Bilder im Vollbildmodus anschaut, erkennt auf Bild 2 oben auf der Wand einen Menschen. Wie mag er dorthin gekommen sein?

Auf dem Rückweg ist der Weg breiter und führt durch ein lichtes Wäldchen. Unterwegs erhalten wir die Antwort, wie man dort oben hingelangt.