Tag 23 - 22.07.2013

Bakkagerði


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296 km

Wieder erwachen wir bei blauem Himmel. Reinhard würde gerne zum Kratersee laufen, aber ich traue es mir nicht zu, den Berg da vor mir zu besteigen.

Weiter nach Süden können wir nicht fahren, da die Straße immer noch wegen Schnee gesperrt ist.

Wir fahren durch die Wüste zurück und kommen dort an, wo gestern die Furten waren. Aber es sind keine Furten mehr da, dafür ein riesiger See. Es sieht aus, wie nach einem Dammbruch. Zwei Wagen stehen davor und die Fahrer zögern offensichtlich noch. Wir halten nur kurz, um festzustellen, dass wir keine andere Möglichkeit haben, als es zu probieren. Nach Süden gesperrt, für große Umwege nicht genug Sprit - also das Beste hoffen und durch!

Es war in den letzten Tagen so warm, dass vermutlich reichlich Schnee und Eis geschmolzen sind. Wir kommen problemlos durchs Wasser und sehen, dass sich nun auch die beiden anderen Fahrer trauen.

 

In der Drachenschlucht waren uns weiße Steine aufgefallen, die so leicht waren, dass sie im Wasser schwammen. Auch hier auf der Straße liegen sie, als hätte jemand Katzenstreu hierher gestreut. Es handelt sich um Bimsstein.

Bei einer kurzen Pause müssen wir feststellen, dass eines der Seitenfenster nicht richtig geschlossen ist. Es steht einen kleinen Spalt offen und der Staub der Wüste verteilt sich nun überall im Aufbau. Nachdem wir das Schlimmste beseitigt haben, fahren wir zurück zur Ringstraße und zunächst nach Egilsstaðir. Wir füllen noch einmal unsere Vorräte auf und tanken. Dann geht es weiter mit tollem Panorama über die 94 nach Bakkagerði in nördliche Richtung. Hier suchen wir den Campingplatz auf.

Bakkagerði ist ein kleiner Ort, an einem Fjord gelegen. Auch in diesem Ort ist der Glaube an Elfen sehr stark. Bei einem Spaziergang fällt uns ein wirklich niedliches Häuschen auf. Ebenso auffallend ist die Kirche wegen ihrer Größe. Sie ist nicht etwa besonders groß, sondern besonders klein. Außerdem gibt es noch Trockenfisch an Gestellen zu sehen.