Tag 11 - 10.07.2013

Þórsmörk / Hveravellir


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238 km

Heute wollen wir unbedingt wandern. Vor allem, da wir den gestrigen Tag überwiegend fahrend verbracht haben. Es ist trocken und auch einigermaßen warm. Ich erkundige mich beim Platzwart über die diversen Touren, werde aber enttäuscht. Es gibt einen kleinen Wanderweg, der sich ganz nett anhört. Dann einen zweiten, der am Flussbett entlang führt. Das ist aber nicht reizvoll, da dort auf große Distanz nur Steine und Geröll zu sehen sind. Die anderen Wege sind weit und führen in die Berge.

Wir nehmen den kurzen Weg. Er führt nur geringfügig bergauf und ist ausgesprochen schön.

Nach 40 Minuten ist die Strecke schon erledigt. Es war schön, hätte aber ruhig noch länger andauern können.

Wir befahren wieder die F249. Heute Vormittag ist das Wasser in der Furt nur noch ca. 60cm tief. Die Piste ist furchtbar. Das ist aber auch nicht verwunderlich. Bedeutet Þórsmörk doch "Wald des Thor". Der hat hier anscheinend mit seinem Hammer rumgeworfen und dabei leider einige Male die Piste getroffen. :-)

An unsererm nächsten Ziel, dem Gullfoss, halten wir nur sehr kurz. Das Wetter ist schlecht und wir hoffen, dass es morgen besser ist, wenn wir hier ohnehin wieder vorbei kommen.

Wir sind über die 30, dann über die 35 hierher gekommen. Über die Hochlandpiste 35 fahren wir weiter bis Hveravellir. Zum ersten Mal auf Island wird mir langweilig. Die Aussicht wäre vielleicht gar nicht einmal schlecht, wenn ich denn Aussicht hätte. Alles, was weiter entfernt rechts und links liegt, ist nebelverhangen. So kann ich nur Steine, Steine und nochmals Steine sehen. Auf 90km ziemlich öde. Das einzige Highlight ist der Hvítárvatn, ein See, der eine Zeit lang im Blickfeld ist.

Zum Schluss biegen wir in die F 735 ab. Ab hier sind es nur noch 2,5km zu fahren.

 

Wir haben ausnahmsweise nicht getankt, bevor wir die Piste befahren haben. Reinhard meinte, dass auf 90km doch eine Tankstelle sein müsste. Laut Karte gibt es aber keinen Ort auf der Strecke. Nachdem unser Sprit immer knapper wird, schaue ich im Reiseführer nach. Dort steht, dass es in Hveravellir eine Tankstelle gibt. Bis dorthin reicht der Sprit noch knapp.

 

Auf dem Campingplatz können wir entweder auf dem Parkplatz stehen bleiben, oder uns hinter das Haus auf einen kleinen Platz stellen. Wir fahren hinter das Haus. Noch ist es sehr leer hier, aber im Laufe des Abends kommen noch einige Wohnmobile hinzu. Die kleinen Zelte stehen verteilt auf einer Wiese.

 

Das Wetter ist jetzt ganz angenehm, aber wir verschieben unser Bad im Thermalwasser auf morgen früh.

 

 

Tag 12 - 11.07.2013

Hveravellir

Ich wache auf, werfe einen Blick aus dem Fenster und ärgere mich schwarz! Es regnet in Strömen. Wären wir doch gestern ins Thermalbad gegangen!

Natürlich, man kann auch bei Regen hinein, da man ohnehin nass wird. Aber es ist auch sehr kalt, weshalb ich nicht unbedingt mit nassen Haaren herumlaufen möchte. Es gibt hier keine Duschen und keinen Strom. Wir haben zwar auch eine 220V-Steckdose im Wohnmobil, aber beim Föhnen würde die Sicherung nicht mehr mitspielen.

Die Alternative, mit Badezeug und Schirm oder Mütze ins Bad zu gehen, lassen wir mal beiseite. Das sähe wirklich albern aus :-)

 

Wir bedauern das entgangene Bad sehr, weil es wirklich einladend aussieht.

Stattdessen spazieren wir durch das Thermalfeld.

 

Was es alles gibt...

Jetzt brauchen wir aber dringend Disel. Ich frage an der Rezeption nach, da ich hier keine Tankstelle gesehen habe. Sie erklärt mir, dass es ca. 2km weiter eine Zapfsäule gibt. Dort müsse sie mit hinkommen um aufzuschließen. Wir fahren hinter ihr her zu dieser Zapfsäule, die mit einem Schloss gesichert ist.

Es werden maximal 20l herausgegeben. Das muss bis zur nächsten Tankstelle reichen.

Hier noch eine Website mit den Treckingtouren der Gegend.