126 km

04.06.2015 - St Andrews

Ich hatte schon bei der Urlaubsplanung einen Parkplatz ausgesucht, den wir nun ansteuern. Der Parkplatz ist jedoch verschwunden, stattdessen steht dort ein großes Zelt. Überhaupt ist hier am frühen Morgen schon viel Rummel. Wir fahren ein Stück weiter und landen auf dem Parkplatz des Golfclubs. Auch der ist bereits gut besucht und an der Seite stehen Reisebusse. Überall sind Tribünen zu sehen. ???

Vorsichtshalber frage ich, ob wir hier parken können. Dem steht nichts im Wege.

 

Aha, das Open Championship beginnt in ein paar Tagen und viele Golfer sind bereits eingetroffen und spielen sich ein.

Direkt hinter dem Golfplatz steht das Märtyrer-Denkmal.

Wir wechseln die Straße und gehen nun an den hübschen alten Häusern der Universität und des Colleges vorbei. Die Menschen sind freundlich und grüßen liebenswürdig.

 

Vor dem Castle steht ein Besucherzentrum mit freundlichem Personal. Zahlen brauchen wir nicht, (Eintritt 8,- GBP für Schloss und Kathedrale) erhalten eine Beschreibung in Deutsch. Im Besucherzentrum wird man durch Bilder, Wachsfiguren und schrifliche Informationen hierzu in die Geschichte der Gemäuer eingeweiht.

Wir erkunden die Ruinen bis in die letzte Ecke. Ein Tunnel, der wieder freigelegt wurde ist begehbar oder besser gesagt bekriechbar. Ich will nicht durch Tunnel kriechen und streike. Reinhard gibt sich enttäuscht, aber ich glaube, insgeheim ist er froh :-)

Die Ruinen der Kathedrale sind gratis zu besichtigen. Nur der Aufstieg in den Turm kostet etwas.

Wer genügend Vorstellungskraft besitzt kann erkennen, wie groß diese Kathedrale einst war. (Ehemals größte Kirche in Schottland).

Uff, ich hatte es schon geahnt: Reinhard möchte den Turm besteigen. Also gut, ich bin dabei. Im Besucherzentrum auf der Anlage erhalten wir eine Münze. Mit dieser können wir das Drehkreuz am Turmeingang in Bewegung setzen. Mit Rucksack oder Fototasche wird das fast zu einem unüberwindbaren Hindernis. Es ist sehr eng! Und es bleibt eng bis zum Ziel. Hoffentlich kommt uns niemand entgegen, hier kann keiner ausweichen.

 

 

Es ist nicht so schlimm, wie es auf dem Foto aussieht. Es ist schlimmer :-)

Wir schaffen es ohne Gegenverkehr bis auf den Turm. Die Aussicht ist grandios!

Gut, dass hier gerade kein Massenandrang ist. So schaffen wir es auch ohne Gegenverkehr wieder runter.

Wir schlendern noch ein wenig durch die Stadt und machen uns dann auf den Rückweg zum Wohnmobil.

Dundee

Auf dem Riverside Drive gibt es mehrere kleine Parkplätze. Hier darf man aber maximal 2 Stunden stehen. Das ist für eine Stadtbesichtigung zu knapp. Wir fahren ein Stück zurück und parken direkt neben dem Infozentrum der RSS Discovery DD1 4XA. Der Ticketautomat will gefüttert werden, dann geht's ein paar Schritte zurück zum Schiff.

Die RSS Discovery wurde 1901 gebaut. Robert Falcon Scott trat mit ihr den Wettstreit gegen Roald Amundsen an, wer zuerst den Südpol erreicht. Scott fand bei dieser Expedition den Tod.

(Das Schiff Fram von Amundsen steht in Oslo zur Besichtigung).

 

Wir outen uns in Dundee sehr schnell als Touristen: Wir sind die einzigen, die an roten Fußgängerampeln stehen bleiben.

Die säulengeschmückte Caird Hall wurde zwischen 1914 und 1923 gebaut und dient als Konzerthalle und Veranstaltungsort.

 

Die Orientierung in Dundee ist sehr leicht, weil überall Schilder mit Stadtplänen stehen, die auch den momentanen Standort anzeigen.

Uns zieht es zum alten Friedhof "The Howff", mit Grabsteinen aus dem 16.-18. Jahrhundert.

Wir gehen weiter nördlich immer bergan an der Universität und den Studentenwohnheimen vorbei.

Noch ein Stück weiter nach Norden stoßen wir auf Dudhope Castle. Hier im Park verschnaufen wir eine Weile, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

 

Wieder im Zentrum angelangt machen wir noch einen kleinen Abstecher zur Parish Church (St. Mary's). Das kleine Mäuerchen vor der Kirche ist mit ein paar lustigen Gesellen verziert.

 

Stonehaven

Wir fahren nach Stonehaven und dort auf den Campingplatz. Wir dürfen uns einen Platz aussuchen, allerdings sind nur noch zwei oder drei Plätze mit weißer Markierung frei.

Nach dem Abendessen schlendern wir ein wenig an der Promenade entlang. Ein Eiscafe erregt unsere Aufmerksamkeit, da eine Menge Leute zu Fuß oder mit Auto hier ankommen und sich ein Eis holen. Es muss wohl sehr lecker sein! Da uns ohnehin etwas kalt ist verzichten wir auf eine Kostprobe.

Es gab den ganzen Tag keinen Regen.

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