Tag 1 - 28.09.2013

Aachen

Hier sollte nun eigentlich unsere Tour mit dem Fahrrad und auch zu Fuß als Karte dargestellt werden. Wir sind jedoch durch die Gassen und Straßen soviel kreuz und quer gelaufen, dass die Karte nur verwirren würde. :-)

 

Unser Ziel war es, außerhalb des Rings zu parken, um vielleicht einen kostenfreien Parkplatz zu erwischen. Wir fahren den Parkplatz an der Kurbrunnenstraße an. Auch hier gibt es einen Parkautomaten, der aber absolut kein Geld annahm. Es fiel direkt durch. Also schreiben wir einen Zettel, dass der Automat defekt ist und klemmen ihn an die Windschutzscheibe.

 

Da wir direkt vor dem Kurpark stehen, wird dieser erst einmal angeschaut. Der Park wurde bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts angelegt. In ihm sollen sich Thermalquellen befinden und denkmalgeschützte Bauwerke. Unter anderem ein Pavillon aus dem 18. Jahrhundert.

Wir schwingen uns auf unsere Fahrräder und fahren Richtung Marschiertor. Es ist das Südtor der Aachener Stadtmauer und hat die beachtliche Breite von fast 24m. Baubeginn 1257.

Aachen, Marschiertor

Als nächstes fahren wir zum Theater, das nicht weit entfernt ist. (Baubeginn 1822). Hier wirkte eine Zeit lang Herbert von Karajan.

Aachen, Theater

Nun geht es zum Fischmarkt. Das schmale Fachwerkhaus "Goldene Rose" fällt sofort ins Auge. Auf der linken Seite ist eine kleine Nische mit Figur vorhanden. Erbaut wurde das Haus 1656. Da es schwere Kriegsschäden erlitten hatte, wurde es 1954 wieder aufgebaut.

Ebenfalls auf dem Fischmarkt zu sehen ist der Brunnen "Fischpüddelchen". Die Figur wurde 1954 errichtet. Das Original wurde im 2. Weltkrieg eingeschmolzen.

Der nächste Brunnen lässt nicht lange auf sich warten. Es handelt sich um den "Türelüre-Lißje-Brunnen" in der Klappergasse/ Ecke Bendelstraße.

Am Ende der Klappergasse biegen wir links ab und stehen vor dem Denkmal "Wehrhafter Schmied".

Wieder zurück am Dom umrunden wir diesen erst einmalund stehen auf dem Katschhof. Am anderen Ende des Platzes steht das Aachener Rathaus. Erbaut 1330-1349. Im Laufe der Jahre wurde es arg geschunden. Brände und Kriege musste es überstehen und wurde außerdem gestürmt und verwüstet. Es wurde jedoch immer wieder aufgebaut und instand gesetzt.

Wir überqueren den Katschhof und begeben uns auf die Vorderseite des Rathauses. Dort steht der älteste Brunnen der Stadt, der Karlsbrunnen. (1620).

 

Hier auf dem Markt ist ein enormer Menschenauflauf. Im Rathaus werden gerade Trauungen "am Fließband" vorgenommen.

Wir schlendern weiter durch die hübschen Gassen und landen auf einem Platz namens Hof. Sofort fällt der Blick auf die Reste einer Säulenhalle. Leider wird das schöne Bild durch die hässliche Wellblechbude dahinter verschandelt. (Ist aber Geschmackssache, vielleicht findet jemand ja auch diese hübsch:-))

Auf unserem Weg kommen wir an zwei weiteren Brunnen vorbei. Zunächst am "Hühnerdieb" auf dem Hühnermarkt, dann am Puppenbrunnen, dem vermutlich interessantesten Aachener Brunnen.

Als wir wieder am Dom ankommen, wollen wir aber endlich auch hinein. Bevor Reinhard noch fotografieren kann hält der "Domwächter" schon die Hand auf und verlangt 1€ für's fotografieren. (Was ich reichlich bescheuert finde!)

Der Dom ist faszinierend. Die mittlere Halle über mehrere Etagen wirkt mit den Säulen fast schon ein bisschen orientalisch und ist wunderschön.

Vom Münsterplatz (vor dem Dom) bis zum Elisengarten sind es nur ein paar Schritte. Zuerst fällt aber der nächste Brunnen "Kreislauf des Geldes" ins Auge. Der Vater gibt seinem Kind Taschengeld, die Händler tauschen Ware gegen Geld und der Bettler hält die Hand auf, um Geld zu bekommen.

Der Elisengarten ist ein kleiner Park, der an der Süd-Ostseite mit dem Elisenbrunnen abschließt.

Bei unserer ersten Ankunft am Dom, haben wir unsere Räder dort abgestellt. Nun holen wir sie wieder ab, schieben sie über den Markt und begeben uns in die Pontstraße. Auf der linken Seite befindet sich streckenweise das Universitätsgelände, auf der rechten reihen sich Imbiss und Restaurants aneinander. Wir kaufen uns belegte Brötchen und Kaffee und genießen einen Platz in der Sonne.

Am oberen Ende der Pontstraße steht das Ponttor.

Wir machen einen Abstecher zur Universitätsklinik. Sie soll mit dem Centre Pompidou verglichen werden, was das äußere Erscheinungsbild angeht. 

Wir fahren wieder in die Innenstadt, suchen uns eine freie Bank auf dem Marktplatz und beobachten das Getümmel. Jetzt entdecke ich auch die weiteren Sehenswürdigkeiten auf dem Markt. An der Ecke Pontstraße steht "Haus Löwenstein". (1344). Außerdem stehen am Markt die beiden Gaststätten" Haus Einhorn" (um 1700) und der "Goldene Schwan" (19. Jahrhundert).

Nach 5 Stunden und ca. 14km zu Fuß und mit dem Rad sind wir geschafft. Wir fahren zurück zu unserem Wohnmobil, an dem zum Glück kein Strafzettel hängt und begeben uns zu unserem nächsten Ziel Bad Münstereifel.

 

 

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