Tag 6 - 5.10.2012

Berlin


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Unser heutiger Fußmarsch. Die letzte Strecke legen wir mit der S-Bahn zurück.

Es regnet es immer noch! Also Schirm eingepackt und auf zur U-Bahn-Station.

Da es gestern mit den Museen nicht geklappt hat, wollen wir heute direkt damit beginnen. Wir fahren bis Haltestelle Friedrichstraße und gehen von dort zu Fuß zum Pergamonmuseum. Plakate verkünden, dass z. Zt. eine Sonderausstellung läuft.

Die Schlange vor dem Museum ist schon lang, obwohl das Museum erst in 10 Minuten öffnet. Wir stellen uns an und warten geduldig. Da mehrere Kassen geöffnet werden geht es dann aber sehr zügig. Wir sind an der Reihe und ich frage, ob man mit der Berlincard Ermäßigung bekommt. Die Dame fragt zurück: Steht das im Buch?

Tja, zu blöde aber auch, wir haben die 170 Seiten des Begleitbuchs nicht auswendig gelernt. Ich antworte also: Vermutlich nicht. Ihre Reaktion: Na also, dann gibt es auch keine Ermäßigung. Dazu passend: der Ton und die Mimik eines Feldwebels.

Ein einfaches ja oder nein wäre kürzer gewesen!

 

Wir bezahlen für die Sonderausstellung mit, obwohl wir uns nicht darüber informiert haben, was da eigentlich geboten wird. Leider kann ich hierzu auch kein Bild einstellen, da fotografieren verboten ist.

 

Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es handelt sich um eine 360° Leinwand, auf der "Panorama der antiken Metropole" dargestellt wird. Durch Lichteffekte wird Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingespielt. Es ist schon toll gemacht!

 

Nachdem wir das Panorama ausgiebig genossen haben, gehen wir zum eigentlichen Museum und schauen uns die Ausstellung an.

Plan Museum
Pergamon.pdf
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Auf ein weiteres Museum haben wir im Moment keine Lust und wir verzichten auf das Neue Museum. Stattdessen fahren wir mit dem Bus (der alle paar Minuten fährt) zum Brandenburger Tor.

Zunächst kommen wir am Hotel Adlon vorbei, dann zum Brandenburger Tor. Hier ist gerade Kirmes oder sonstiges Volksfest.

Zum Bundestag bzw. Reichstag ist es nicht weit. Für die Kuppel und die Dachterrasse hätten wir online vorbuchen müssen. Da wir dies nicht getan haben, bleibt uns die Ansicht von außen.

Das Gebäude wurde 1884-1894 gebaut und durch den Reichstagsbrand 1933 stark beschädigt. Weitere Schäden nahm es im 2. Weltkrieg. 1960 wurde es wieder hergestellt und moderniesiert. 1991 - 1999 wurden weitere Umgestaltungen vorgenommen.

 

Nur ein paar Schritte weiter steht das Bundeskanzleramt.  Das 7000 qm große Grundstück besitzt einen eigenen Hubschrauberlandeplatz.

Wir laufen ein Stück durch den Park zur Ebertstraße. Hier befindet sich das Holocaust-Mahnmahl, ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Zwischen 2003-2005 wurde es auf einer ca. 19.000 qm großen Fläche errichtet.

Holocaust-Mahnmahl, Berlin

Wir erreichen den Potsdamer Platz, der sich an Hochhäusern überbietet. Auch hier finden wir modernste Einkaufscentren. Da wir inzwischen hungrig sind, besuchen wir eines der Center und genehmigen uns ein leckeres Mittagessen. Die Auswahl der Restaurants und Imbisse ist enorm.

Gesättigt treten wir vor die Tür um festzustellen, dass das Wetter immer mehr zu wünschen übrig lässt. Selbst dicht unter den Schirm gedrängt können wir der Nässe nicht ausweichen. Wir beschließen, lieber noch ein Museum zu besichtigen, als weiter im Regen zu spazieren. Die Entscheidung fällt auf das Museum für Naturkunde. Mit der S-Bahn und ein Stück Fußweg erreichen wir es sehr zügig.

 

Am reizvollsten für uns ist natürlich das weltweit größte aufgebaute Skelett eines Dinosauriers. (Fundort Tansania.) Daneben umfassen die Bestände des Museums 30 Millionen Objekte.



Wir haben noch lange nicht alles gesehen, aber ich möchte irgendwann nicht mehr laufen. Ich ertappe mich selbst, dass ich fast nur noch Ausschau nach Sitzgelegenheiten halte, als mich für die Ausstellung zu interessieren. Wir brechen ab - es reicht für heute, und begeben uns auf den Rückweg.

 

Zurück im Wohnmobil  - Füße hoch! Tut das gut!

Wir sehen uns den Wetterbericht für den nächsten Tag an und werden entmutigt. Regen morgens, Regen mittags, Regen abends. Alles was wir uns noch ansehen möchten liegt draußen. Beispielsweise die Gärten der Welt. Aber bei Regen?

Wir beschließen, den nächsten Morgen abzuwarten und dann weiter zu sehen.

 

Der nächste Tag - Regen! Also brechen wir unsere "Zelte" ab und fahren nach Hause. Schade, wir hätten noch eine Woche Zeit gehabt und hatten auch noch eine Menge vor. Aber Kanufahren im Spreewald ist bei Regen auch nicht so verlockend.

 

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