30.09.2017 - Osnabrück

Die ganzen letzten Tage war das Wetter schön, aber ausgerechnet heute will die Sonne sich nicht sehen lassen.

Wir steuern in Osnabrück den Wohnmobilstellplatz an. Früher waren Wohnmobile in Osnabrück von der Umweltzonen-Regelung ausgenommen und durften die Umweltzone befahren. Das wurde leider geändert, aber der Stellplatz liegt außerhalb der Umweltzone und so ist es kein Problem.

 

Unterwegs sehen wir dieses nette Paar:

Vom Stellplatz zur Altstadt sind es ungefähr 3,5km. Das wäre gut mit dem Fahrrad machbar, aber bei dem Wetter verzichten wir darauf und nehmen den Bus, der direkt vor dem Schwimmbad hält. Der fährt allerdings einige Umwege und wir brauchen eine halbe Stunde, bis wir an unserem Ziel "Heger Tor" sind. Das Tor wurde 1817 zur Ehrung der Osnabrücker Kämpfer bei Waterloo gestiftet. Man kann das Tor besteigen und hat von oben Aussicht auf die Altstadt.

Nur ein kleines Stück nördlich steht der Bucksturm, ein Wachturm der Befestigungsanlage aus dem 13. Jahrhundert. Im Mittelalter diente er als Gefängnis und während der Hexenverfolgung im 16. und 17. Jahrhundert als Folterkammer.

Schmucke kleine Gassen führen uns ins Zentrum der Altstadt. Zunächst besuchen wir die Touristinformation und besorgen uns einen kostenlosen Stadtplan. Anschließend stärken wir uns bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffe. Nun kann es losgehen: Im Zentrum steht das Rathaus aus dem Jahr 1512, in welchem der Friedensaal besichtigt werden kann. Gleich daneben steht das Gebäude mit der Stadtwaage und die Marienkirche.

Als wir die Kirche von der anderen Seite sehen sind wir erst einmal erstaunt über die "Bemalung." Was soll das darstellen. Es ergibt keinen Sinn.

Nicht nur die Kirche auch die Häuser in der nächsten STraße sind merkwürdig bemalt.

Erst am Domplatz ergibt das ganze ein Bild. Auch wenn ich nicht exakt an der richtigen Stelle stehe. Selbst Straßenschilder haben blaue Streifen abbekommen.

Es handelt sich um ein Kunstwerk von Felice Varini. Die vier Kreise sind nicht aufgemalt, sondern mit Folien geklebt und stehen für Respekt, Toleranz und Akzeptanz. (So steht es im Internet).

Der Markt wird gerade abgebaut, als uns ein ganz besonderer "Marktstand" ins Auge fällt.

Die Besitzerin, eine nette junge Frau, bemerkt unser Interesse und erzählt uns ein bisschen über den Wagen, Baujahr 1970.

Direkt neben uns befindet sich der Dom St. Petrus. Das heutige Erscheinungsbild stammt überwiegend aus dem 13. Jahrhundert.

Zum Bürgerbrunnen sind es auch nur ein paar Schritte. Der Brunnen zeigt die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte. Ich finde ihn sehenswert und interessant.

Da wir das Schloss noch sehen möchten, müssen wir nun etwas weiter laufen. Aber unterwegs gibt es nette Häuser zu sehen.

Wir erreichen das Schloss, 1673, in dem heute die Verwaltung der Universität ihren Sitz hat.

Für heute reicht es. Außerdem beginnt es leicht zu regnen. Mit dem Bus fahren wir zurück zum Wohnmobilstellplatz. Gerade rechtzeitig erreichen wir das Wohnmobil, denn jetzt wird aus dem leichten Regen ein sehr starker Regen.

 

Später am Abend: Wir wollen gerade ins Bett gehen, da geht das Licht im Womo aus. ??? Und wieder an, und wieder aus. Wir gehen schlafen.

Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass die Versorgungsbatterien leer sind. Bei unserem letzten Urlaub in Spanien hat der defekte Kühlschrank die Batterien total entleert und davon haben sie sich nicht erholt. Diese Art Batterien werden wir unterwegs nicht bekommen, also heißt es ab jetzt, dass wir auf Stromversorgung angewiesen sind.