km: 121

16.07.2014 - Palanga

Wir überqueren die Grenze zu Litauen und fahren nach Palanga. Hier stehen wir zunächst vor einem Problem: Parken gegen Gebühr. Wir haben aber noch keine Litas. Um zum Geldautomaten zu kommen, müssen wir jedoch erst einmal parken.

Es gibt sogar einen sehr großen Parkplatz (S. Dariaus ir S. Girėno gatvė 32), auf dem heute aber ein Event stattfindet. Wir finden endlich einen gebührenfreien Parkplatz und vergewissern uns, ob nicht doch irgendwo ein Schild steht. Glück gehabt!

(S. Dariaus ir S. Girėno g. 12)

 

Unser Ziel ist das Stadtzentrum. Dazu gehen wir die Straße Vytauto gatve entlang. Zunächst kommen wir an einem Skulpturenpark vorbei.

Wir finden einen Bankautomaten und überlegen, wieviel Geld wir wohl brauchen werden. Da unser Urlaub bald zu Ende ist, hebe ich nur 300 Litas (ungefähr 90,00€) ab. Das sollte wohl reichen...

Immer noch auf der selben Straße steht die wunderschöne Maria-Himmelfahrts-Kirche. (1897-1906)

Die J. Basanavičiaus gatve ist eine Touristenmeile mit vielen Ständen und Imbiss-Möglichkeiten. Sie führt zur Landungsbrücke. Durch starke Stürme wurde ein Teil der Brücke weggerissen. 1997 wurde sie wieder aufgebaut mit einer Länge von 470m. (Vorher 630m).

Über die Meilės aleja gelangen wir zum Botanische Garten. Er ist der größte seiner Art in Litauen und 1843 angelegt. 1897 wurde er zum Schlosspark umgebaut. Im Schloss befindet sich das größte Bernsteinmuseum Europas.

Durch den Park gehen wir zum Womo zurück und fahren nach Klaipeda. Von dort geht es mit der Fähre zur Kuhrischen Nehrung. Fähre 112 LTL. für Hin- und zurück.  Auf der Halbinsel Nationalpark) muss man Eintritt zahlen 70 LTL.

Wir fahren bis zum südlichen litauischen Ende - dahinter ist die Grenze zu Kalinigrad. Die Straße bietet viel Natur und wenig Abwechslung. In Nida befindet sich der einzige Campingplatz auf der Nehrung. Ich habe schon arge Bedenken, ob überhaupt etwas frei ist.

Aber wir haben Glück. Wir dürfen uns sogar einen Platz aussuchen, allerdings nur in einem eingeschränkten Bereich. Die meisten Plätze davon sind ohne Schatten, wir finden aber doch ein schönes Plätzchen unter Bäumen. Campingplatz 105 LTL. Somit bleiben noch genau 13 LTL übrig.

Nach einer Kaffeepause machen wir uns auf den Weg zum Ort. Es sind ca. 2km. Unterwegs sehen wir eine interessante Kirche.

Der Ort ist sehr übersichtlich. Am Hafen finden wir noch einige der hübschen, bunten Holzhäuser.

Eigentlich wollte ich noch etwas zum Abendessen besorgen, aber uns fällt ein, dass wir nur noch sehr beschränkte Mittel in unserem Portemonnaie haben. :-) Klar, hier gibt es sicherlich auch einen Geldautomaten, oder wir könnten mit Karte bezahlen, aber ich habe auch noch Vorräte im Wohnmobil.

Nach dem Abendessen suchen wir den Strand auf. Blauer Himmel, angenehme Temperaturen und schöner Strand. Ich mag mich heute gar nicht von Strand und Meer trennen, da es ist unser letzter Abend am Strand ist.

Um 21.00 Uhr möchte Reinhard in die bis zu 60m hohen Dünen. Das entlockt mir erst einmal ein Stöhnen. Sind wir heute nicht schon genug gelaufen? Das Wetter ist immer noch schön - also gut, warum nicht.

Die Straße auf die Düne beginnt gleich neben dem Campingplatz und windet sich nach oben. Die Mühe wird belohnt. Der Ausblick ist phantastisch.

Irgendwo zwischen hier und dort drüben ist die Grenze zu Kalinigrad.

Hier oben wächst Schleierkraut und es gibt außerdem eine Sonnenuhr zu betrachten.

Bevor wir zurück gehen, genießen wir die laue Sommernacht und den schönen Sonnenuntergang.