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km: 158

03.07.2014 - Käsmu

Mückenalarm!!! Wir gehen auf die Jagd und erlegen 6 oder 7 Mücken und das noch vor dem ersten Kaffee. Leider hatten sie nachts schon zugeschlagen bzw. -gestochen. Die Biester hatten sich gestern Abend nicht sehen lassen.

 

Das Wetter ist wieder schön - so muss es sein :-)

 

Wir fahren nach Käsmu, das eines der schönsten Dörfer sein soll. Über die  Hauptstraße durchqueren wir den Ort und gelangen am Ende der Straße auf einen Parkplatz. Hier steht eine Tafel, auf der Wanderwege angegeben sind. Wir treffen auf 2 Damen aus Brandenburg, die eine der Wanderungen unternehmen wollen. Wir wollen jedoch nur an den Strand und uns dort umsehen. Zum Meer sind es nur ein paar Meter aber wir laufen weiter und weiter und stellen fest, dass der Weg hier an der Küste sehr schön ist. Also, wo wir ja schon einmal unterwegs sind, können wir den Wanderweg auch bis zum Ende laufen.

Als wir die beiden Damen wieder treffen, lasse ich mir von ihnen ihre Wanderkarte zeigen und präge mir den Weg ein.

Von einigen wenigen Mücken belästigt, erreichen wir einen schönen kleinen Sandstrand.

 

Der Pfingststurm 2014 hat auch hier zugeschlagen.

Diese Insel lässt sich bei Ebbe angeblich durch Hüpfen über die Steine trockenen Fußes erreichen. Uns steht im Moment der Sinn nicht so sehr nach Hüpfen, aber wer möchte, kann es ja gerne ausprobieren :-)

Wir erreichen die östliche Landspitze, die noch Spuren von der ehemaligen Anwesenheit der Russen präsentiert.


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03.07.2014 - Oandu

Ab hier geht es quer durch den Wald zurück zum Wohnmobil.

Die beiden Damen haben uns von einem Biberpfad erzählt, der auf unserer  Strecke liegt. Den wollen wir natürlich auch sehen.

Wir fahren die 181 über Altja. Hinter Altja biegen wir Richtung Sagadi ab. Hier an der Straße befindet sich ein Parkplatz und der Eingang zum Biberpfad. (Wandergebiet Koprarada).

Der Biberpfad selbst ist nur sehr kurz, deshalb entscheiden wir uns für den grünen Pfad, der 6km lang ist und den Biberpfad als Zugabe.

Auf der Karte ist in der Legende ein roter Punkt "You are here", aber auf der Karte selbst taucht der Punkt nicht auf.

Wir marschieren los und sehen auch kurz darauf die erste grüne Markierung, dann die zweite und dann ... nichts mehr. In keine der beiden möglichen Richtungen.

Dann eben anders herum. Wir überqueren die Straße und werden auch hier fündig. Grüne Markierungen bis wir zu einer Weggabelung kommen. Es geht in 3 mögliche Richtungen weiter, die alle nicht grün markiert sind.

Da wir nach unserem Empfinden nach rechts müssen, wählen wir diesen Weg und stoßen auf blaue Markierungen??? Blau gab es auf der Karte nicht. Dann stoßen wir auf gelbe Markierungen, die hier ebenfalls nicht sein dürfen. Unser Weg führt inzwischen über Holzplanken und ist rechts und links ziemlich zugewuchert. Wann ist hier das letzte mal jemand entlang spaziert?

Uns wird langsam mulmig. Das kann alles nicht richtig sein. Wir haben das Gefühl, uns immer weiter zu verlaufen und beschließen umzukehren, wenn auch mit knirschenden Zähnen, denn wir sind inzwischen gefühlte -zig km gelaufen. Gott sei Dank ist der Rückweg nicht so lang wie befürchtet. Der Hinweg kam uns durch das Suchen der Markierungen nur so lang vor.

Zurück an der Tafel studieren wir diese noch einmal. Es gibt 2 Parkplätze an der Straße und wir sind - warum auch immer - vom falschen ausgegangen. Aber selbst von hier wären wir mit vernünftiger Markierung ebenso ans Ziel gekommen.

Falls Sie hier jemals wandern wollen: Der Biberpfad, der auf der Tafel gelb-orange ist, ist unterwegs gelb markiert. Nicht zu verwechseln mit einem langen Wanderweg auf der anderen Seite, der ebenfalls gelb markiert ist.

Inzwischen sind wir also schlauer, haben aber keine Lust mehr zu laufen.


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03.07.2014 - Valaste / Ontika

Unser nächstes Ziel wäre Rakvere, aber wir möchten jetzt keine Stadt anschauen. Also fahren wir an die Ontika-Steiküste, die bis zu 55m über dem Meeresspiegel liegt. Richtung Valaste stoßen wir auf einen Parkplatz mit einem 24-Stunden-Coffeeshop. Hinter dem Parkplatz befinden sich ein Campingplatz.

Das Praktische ist: Der Wasserfall Valaste liegt direkt auf der anderen Straßenseite und wird natürlich gleich besichtigt.

 

Hier steht ebenfalls eine Tafel, auf der die Umgebung zu sehen ist. Wiederum fehlt die Kennzeichnung des Standortes. Allerdings ist der Wasserfall auf der Karte zu finden und genau davor stehen wir ja.

 

Wir kommen mit einem Ehepaar aus München ins Gespräch, die sich auf dem Stellplatz neben uns gestellt haben. Sie sind schon etwas länger unterwegs und schimpfen über das Wetter. Über uns zieht sich der Himmel bereits wieder zu, aber das stört uns nun nicht mehr, da wir es uns im Wohnmobil bequem machen.

 

3.00 Uhr nachts: Auf dem Parkplatz vor uns halten 2 Autos, aus dem mehrere junge Männer aussteigen (mit Bierflaschen in den Händen) und sich lautstark unterhalten. Einige von ihnen schwanken bereits, so dass ich mich frage, wer von ihnen überhaupt noch fahren kann.

Um 3.45 Uhr fährt ein Teil von ihnen wieder davon, die anderen marschieren zu einem Hostel, dass hinter uns steht und auch zum Campingplatz gehört.

Endlich Ruhe! Die hält aber nur 10 Minuten an. Dann kommen sie wieder heraus, um eine Zigarette zu rauchen. Noch einmal eine Viertelstunde Lautstärke, um kurz nach 4.00 Uhr ist dann wirklich Ruhe.